Fahrradtour um das Mittelmeer


Der Reisebericht jetzt auch als iBook bzw. eBook (siehe Links)

An seinem 22. Geburtstag rollte Boris mit einem Reiserad von der Einfahrt seines Elternhauses in Wolfsburg. Sein Ziel war die Umrundung des Mittelmeeres. Dieser Reisebericht liest sich spannend wie ein Roman: Schlauchende Kilometer durch Wüsten und über Berge, interessante Begegnungen in fremden Kulturen, brenzlige Situationen, ein Arbeitsaufenthalt im Kibbuz am See Genezareth. – Besonders an diesem Buch ist, dass der Leser vom Start bis ins Ziel auf jeder Etappe "mitfährt" und so einen authentischen Eindruck von der gesamten Unternehmung bekommt.

Erhältlich bei Apple.com, Graff, Thalia (Deutschland, Schweiz, Österreich), Buch.de, Spiegel.de, Amazon.de(com), Barnes & Noble, bei anderen Internet-Anbietern oder in Deiner Buchhandlung.

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Bilder von der Tour © Boris Börstler

Bewege die Maus für Zitate aus dem Buch über das entsprechende Bild


Deutschland


Es war mein 22. Geburtstag 1995 [...]. (Photo by Walter Börstler) [...], als ich allein mit einem schwer bepackten Fahrrad von der Einfahrt meines Elternhauses rollte. (Photo by Walter Börstler) Erinnern kann ich mich an Gedanken über die Verantwortlichkeit meinen Eltern gegenüber. (Photo by Walter Börstler)
Der Ausflug auf dem Waldweg war eine gute und tolle Entscheidung, [...]. Plötzlich ging es steil rauf, [...].

Streckenskizze meiner Fahrt durch Deutschland


Österreich


[...] in der Linzer Jugendherberge machte ich schon um 10 Uhr morgens meinen Eintrag in die Kladde. [...] für Radler gemachte Wege, die sogar Fahrradfahrerstationen aufwiesen. Dann hieß es wieder einmal Abschied nehmen.
Das Wasser floss nicht nur in der Donau an mir vorbei, [...]. Es gab einen Haufen Weinberge zu sehen, [...].

Streckenskizze meiner Fahrt durch Österreich


Ungarn


[...], waren sie mit Fahrradverbotsschildern zugestellt. [...], um mir das fetteste Schwein des Dorfes zu zeigen, [...]. [...], fielen mit Türme auf, die von ballonförmigen Gebilden gekrönt wurden.
Es tröpfelte ein wenig vom Himmel herab, [...]. [...] und schilfbewachsenen Flächen fielen mir auch andernorts in Ungarn, dem Land der Puszten, auf.

Streckenskizze meiner Fahrt durch Ungarn


Rumänien


[...] zu dieser Zeit nicht der langsamste Verkehrsteilnehmer [...]. Ich spazierte durch dreckige Straßen, [...]. [...] ich wollte darin schlafen.
Auch Wolf oder Bär hatten nicht vorbeigeschaut. [...] und durch den Fluss lässt sich schlecht radeln, [...].

Streckenskizze meiner Fahrt durch Rumänien


Bulgarien


[...] blieb ich im Zelt hocken und hoffte auf die Gnade des Petrus. Sie passte zum Erscheinungsbild der ganzen Stadt. Zunächst drohten mir die schneebedeckten Gipfel des Westbalkans noch aus der Ferne, [...].
[...], nur schockten weiter südlich schon wieder die nächsten Schneegipfel, [...]. Dieser Fluss mündet in Griechenland in das Meer, [...].

Streckenskizze meiner Fahrt durch Bulgarien


Griechenland


Zum zweiten Mal im Leben erreichte ich das Mittelmeer mit dem Fahrrad, [...]. [...], dass mein Fahrrad mitten in der etwas schäbigen Cafeteria stand. [...] meiner Meinung nach besser, als Brei zu sein.
Die Strecke war, [...], schön. [...], mittlerweile in schlechteres Wetter hinein.

Streckenskizze meiner Fahrt durch Griechenland


Türkei


Solche Albernheiten entstehen, wenn man gute Laune hat, sie aber nur [...]. Obwohl die Brühe in den Wannen stank und nicht gerade zum Baden einlud, versetzte mich die Stimmung an diesem Abend in eine Art Trance, [...]. [...] und nach dem Besuch eines hölzernen Pferdes in Schutt und Asche gelegt wurde.
[...] erspähte ich einen kleinen Lieferwagen, vor dem ein Teppichhändler, dessen Auto genauso versagt hat wie meine Beine, Tee kochte. Dort hatte ich einen netten Plausch mit der Ortspolizei, [...].

Streckenskizze meiner Fahrt durch die Türkei


Syrien


Ich erklomm den Burgberg und [...]. Die behagliche Ruhe in einer kärglich eingerichteten Stube war schnell verflogen, als [...]. Schließlich erreichte ich Damaskus, [...].
[...] und lernte, dass auch syrische Menschen Interesse für argentinisches Teetrinken hatten, [...]. Es war ein sehr kleines Loch, durch das ich das altertümliche Gemäuer, [...], betrat.

Streckenskizze meiner Fahrt durch Syrien


Jordanien


Auf dem Weg sah ich die Ausläufer der Wüste und ein heißer, stürmischer Gegenwind [...]. [...] und hielten an den römischen Ruinen in Geresh. [...] eine unvergessliche Zeit erleben durfte.
[...] leichte langbeinige Hose aus so dünnem Stoff trug, dass sie von all dem Schweiß steif und starr meine Beine umhüllte. Ich war noch vor Sonnenaufgang wach und konnte erleben, [...].

Streckenskizze meiner Fahrt durch Jordanien


Israel


Trotz des beschriebenen Hochgefühls kamen mir die wenigen Kilometer zum Kibbuz Ginosar am See Genezareth, [...], lang vor. Es hatte sich halt viel verändert, seit Jesus hier zur Schule ging. Dieses Weiß des Sandes, die Palmenwedel im Wind, das Geräusch der Wellen - der Mittelpunkt meiner Tour!
[...] nicht der Staub am Fuße dieses Burgbergs, wo die armseligen palästinensischen Hütten standen. [...] ich passierte das gewaltige Massada, und für lange Zeit glitzerte das Wasser vom Toten Meer auf meiner linken Seite.


Der Kibbuz


[...] gab es einen Schrank, einen Tisch, drei Betten; [...]. Mein Heim! (Photo by Fritjof Börstler) Es waren einmal Bananenfelder - mein persönliches Märchen Auch im Kibbuzleben außerhalb der Arbeit schien ich nie das Bananaleben aufzugeben.
[...] und konnte mich, die Machete von mir schmeißend, gerade noch im letzten Moment irgendwo festhalten. [...] wie auch meine Abschiedsbesuche bei unseren Straußenvögeln oder im Canyon.

Streckenskizze meiner Fahrt durch Israel


Ägypten


[...] sofort danach war ich wieder auf der Straße, die teilweise einfach, teilweise ein wenig scheiße zu fahren war [...]. [...] nur freundlichen Ägyptern begegnet - bei kurzen Pausen hatte ich angenehme Schnacks -, wobei Touristenbusse mit Soldatenfahrzeugen [...] vorbeidonnerten. [...] einen riesigen Obelisken im Karnak-Tempel bewundern durfte [...].
Wie zu guten alten Zeiten in unseren Gefilden nutzten sie noch Pferde zum Pflügen. Man hat einen super Blick auf die Sultan-Hassan-Moschee und das Häusermeer von Kairo: [...].

Streckenskizze meiner Fahrt durch Ägypten


Tunesien


[...] hätte ich es dort vielleicht gar nicht für so öde gehalten, aber meine körperliche Verfassung wurde schlagartig immer schlimmer. [...] die Wüste geht wieder in eine grüne Landschaft über, teilweise recht schön. [...] fuhr ich eine Etappe, die ich schon gekommen war, ein zweites Mal. Es ging zurück nach Gafsa, [...].
Touristen in dieser Gegend waren sie offenbar nicht gewohnt. - iIch erreichte Beja. Ich fand sie nicht. Es waren einfach zu viele Säulen.

Streckenskizze meiner Fahrt durch Tunesien


Marokko


[...] bin ich dann nach Marrakesch gefahren (die Stones sollen da öfter gewesen sein). Eigentlich hatte ich nur einen Tag Pause eingeplant, um Fès auszukundschaften [...]. [...] passierte ich gleich zu Beginn der Etappe die überwältigend große Hassan II. -Moschee, die direkt am Meer liegt.
Dabei musste ich wegen Bauarbeiten auch noch eine 20 Kilometer längere Umleitung durch weniger ausgebaute, schmale Straßen fahren. Gibraltar, dieses kleine Stückchen England voller Affen. Ich kam zurück!

Streckenskizze meiner Fahrt durch Marokko


Spanien


Klar, dass die Albergue Juvenil, die damals auch den Beinamen Africa hatte, nicht leicht zu finden war, denn [...]. Weiter ging's dann auf Serpentinenstraße, das nächste Kaff war wieder touriteuer [...]. [...] plötzlich schallte es durch die Idylle: Scheiße, schon wieder rauf, kein Bock mehr!
Nur blöd, dass ich eben ein paar Sachen kalt gewaschen habe - der Ortswechsel löste unser Problem also trotzdem nicht. Unsere Betten am Bahnhof waren nicht allzu bequem, aber immerhin hatte jeder von uns seine eigene Bank ...

Streckenskizze meiner Fahrt durch Spanien


Frankreich


An der Küste Nutellabrot reingezogen, ich beschloß, wieder mal durchzumachen [...]. [...], aber es hat Spaß gemacht, bekannte Dinge wiederzusehen, diesmal im Winter. [...] auch heute waren es 0-5°C, die aufgrund der im Supermarkt Dole gekauften Handschuhe aber kein Problem waren, [...].
Wieder so ein Unterschied. Mein Bruder und ich schlugen einfach ein Zelt auf einem Feld bei Vienne auf. Bin dann zum bekannten Pizzabäcker gegangen ... (Photo der Frankreichtour 1990 von Walter Börstler)

Streckenskizze meiner Fahrt durch Frankreich

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Flyer zum Buch (mit Titel und ISBN der ersten Auflage)


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Leseprobe


Prolog

[...] Beim Schreiben war mir eine fettige, schwarz eingebundene, leicht vergilbte Kladde zu Diensten – mein Tourbuch. Jede Etappe ist darin grob zusammengefasst, insbesondere die Daten meines Fahrradcomputers. Originaltext aus diesen Notizen sowie Briefen habe ich, kursiv hervorgehoben und nach damaliger Rechtschreibung verfasst, in die Erzählung eingearbeitet. Am Ende eines Etappenberichtes gebe ich das Datum, die Streckenkilometer, die Gesamtkilometer, die Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeit an sowie die Zeit, in der mein Fahrrad auf der jeweiligen Etappe rollte. Den Streckenverlauf durch die einzelnen Länder habe ich Dir am Ende des jeweiligen Kapitels skizziert. Informationen über meine Ausrüstung findest Du am Ende dieses Buches. [...]


Kapitel 1: Deutschland

Es war mein 22. Geburtstag 1995 und 7:20 Uhr, als ich allein mit einem schwer bepackten Fahrrad von der Einfahrt meines Elternhauses rollte. Genauso unsicher wie meine ersten Meter mit dem Fahrrad war mir auch zumute. Obwohl ich nicht mehr genau weiß, was mir damals so alles durch den Kopf ging, habe ich das gleiche, wenn auch abgeschwächte Kribbeln, wenn ich mich heute in diese Situation zurückversetze. Erinnern kann ich mich an Gedanken über die Verantwortlichkeit meinen Eltern gegenüber. Hinzu kamen Schwierigkeiten, diese ersten Meter mit dem Fahrrad in ihrer ganzen Dimension zu erfassen: Ich rollte schon hunderte Male von dieser Einfahrt in Ehmen bei Wolfsburg. Einmal als kleiner Junge mit meinem Vater und meinem Bruder Fritjof. Wir fuhren damals an die Nordsee und wieder zurück. Aber alles danach ging zum Bäcker, zur Schule oder zum Sport; das Übliche halt. Eine andere große Tour mit meinem Bruder durch Frankreich starteten wir nicht von zu Hause aus. Ich versuchte, mir nun also darüber klar zu werden, dass diese ersten Meter der Anfang eines Weges waren, der sich nach einigen tausend Kilometern und nach einem Jahr auf eben dieser Einfahrt wieder schließen sollte. Wieder an meinem Geburtstag, wieder am 19. April, doch erst im Jahre 1996. Das jedenfalls war mein Traum. »Aber ist dieser Traum zu schaffen?« »Egal, Boris, fahr weiter!« »Die Blicke meiner Eltern, weint da etwa wer?« »Schlucke es runter, Boris, fahre weiter!« »Mein Bruder scheint cool wie immer, wann werde ich ihn wohl wieder sehen?« »Shit, an die Pedalen musst Du Dich erst einmal gewöhnen, Boris!« »Diese Blicke, was steckt nur genau dahinter?« »Wie ist mein Gesichtsausdruck, ist er meinen Eltern hilfreich, oder macht er die Sache noch schlimmer?«
Sie folgten mir zwei Dörfer weiter mit dem Auto, froren die ersten unsicheren Schritte meiner Tour mit dem Fotoapparat ein. Dann, ganz plötzlich, waren sie weg; ich war allein, es war kalt. Ich schnaubte in ein Taschentuch und drehte mir die erste Kippe auf dieser Fahrt. Der Abschied von zu Hause fiel mir schwer, obwohl ich versuchte, meine Gefühle zu verdrängen. [...]

6 471 Kilometer später im Kapitel Ägypten:

[...] Also, die letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen. Das war trotz meiner 170-Kilometeretappe durch die Wüste unter den gegebenen Umständen auch nicht weiter verwunderlich. Am Morgen bin ich dann über die Straßenkreuzung gegangen, um ein ägyptisches Frühstück zu mir zu nehmen. Nichts deutete mehr darauf hin, dass ein Soldat in der Nacht vor meinem Hotel Wache geschoben hatte. Erleichtert, sie endlich los zu sein, stellte ich mich also in einer langen Schlange an, um mein billiges Fladenbrot mit öligem Brei zu erhaschen. Aber nein! Da stand er plötzlich neben mir, führte mich an der Schlange vorbei zum Frühstück, hinderte mich am Zahlen (er griff fast gewaltsam, aber mindestens rüpelhaft nach den paar »Pfennigen«, die ich dem Verkäufer entgegengestreckt hatte, um sie mir zurückzugeben) und brachte mich zu einem Geländewagen, in dem sein Boss saß, bei dem ich essen sollte.
Dieser Offizier war anscheinend von höherem Rang, mir aber vom gestrigen Tag her nicht bekannt. Er gab mir sicherheitshalber noch einen Tee aus, um zu verhindern, dass ich mich wieder in die »aufgebrachte Menge« wagte, und verlangte von mir, samt meinem Fahrrad mit einem Taxi weiterzufahren. Aufgrund seiner Gastfreundschaft und ruhigen Art, verzichtete ich darauf, völlig zu explodieren, war aber sauer genug. Ich verwies (wie so oft) auf das Visum in meinem Pass, das mir doch wohl gestattete, durch Ägypten zu radeln?! Der Offizier gab auf, war schlauer als seine Kollegen am Vortag und nicht so naiv, beauftragte aber einen Soldaten, mich bis zur Straße nach Luxor zu begleiten. Ein Bild für die Götter! Aber höchst peinlich für mein Empfinden, wie ich neben einem schwer bewaffneten Soldaten die Straßen durch Qena entlang spazierte, bis wir die Ausfahrtsstraße erreichten. Und das alles immer noch mit dem naiven und mich für blöd verkaufenden Spruch: »Wir haben hier keine Probleme!«
Schließlich kurvte ich allein aus Qena hinaus und war auf dem Weg nach Luxor. Bin dann auf der Strecke nur freundlichen Ägyptern begegnet – bei kurzen Pausen hatte ich angenehme Schnacks –, wobei Touristenbusse mit Soldatenfahrzeugen als Begleitschutz an mir regelrecht vorbeibretterten, … eher vorbeidonnerten! Vom Begleitschutz bekamen die Touristen aber nichts mit. Jeeps voller Soldaten keilten den Bus in »sicherer« Entfernung voneinander ein. Ich begann zu begreifen, dass Ägypten zwei Gesichter hatte: Die offenen Touristenhochburgen wie Gizeh und Luxor mit ihrer »heilen Welt« und die verbotenen, fundamentalistischen Gebiete dazwischen. Ein Fahrradfahrer, der Meter um Meter das Land durchfuhr, passte da überhaupt nicht ins Konzept. Er sah alles, was den normalen Touristen nicht zu Augen kommen sollte. Vielleicht verständlich, dass die verantwortlichen Soldaten weiterhin ratlos blieben, wie sie mit mir umgehen sollten. [...]


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